Chronik

Epoche von 1905 – 1932

Die Gründung der Technischen Vereinigung erfolgte am 26.01.1905 mit dem Eintrag als wissenschaftliche Vereinigung an der Herzoglichen Baugewerksschule in Coburg. An diesem Tage schlossen sich die Studenten Fritz Rückert (1.Vorsitzender), Karl Brückner, Karl Feyler, Paul Hirt, G.A. Mutzer (Ehrenmitglied), Georg Reißenweber, Albert Seifert, Moritz Stang und Arnold Kankel mit folgender Zielsetzung zu unserem Bunde zusammen:

„Wissenschaftliche Fragen und Probleme zu besprechen und zu erörtern, ferner die Geselligkeit pflegen und die Mitglieder in der Gesellschaft brauchbar zu machen.“

Die Kneipen wurden nach dem „Deutschen Bierkomment“ geschlagen.
Als sichtbares äußeres Erkennungsmerkmal entstanden unsere Farben „Blau-Weiß-Gold“ und unser bis zur heutigen Zeit gültiger Wahlspruch „Schlicht und wahr, treu blau weiß gold immerdar“. Das „blau-weiß“, die althergebrachte Zunftfarbe des Maurergewerbes, vereint mit dem „weiß-gold“ des Zimmererhandwerks, sollte die enge Verbundenheit mit dem Baugewerbe symbolisieren, wofür die 1852 entstandene Herzogliche Baugewerkschule seinerzeit konzipiert war. Während der Wirren des Ersten Weltkrieges – erster historischer Rückschlag der noch jungen Verbindung – ruhten die Aktivitäten, lebten aber danach mit neuem Elan wieder auf.
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Im Jahr 1922 erhielt unsere Technische Vereinigung nach der Stadtbezeichnung ihren bis heute gültigen Namen „Coburgia“, als Zeichen der Verbundenheit mit der Studienstadt. Am 08.11.1930 wurde die T.V. Coburgia vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus als Verbindung an der damaligen Staatsbauschule Coburg anerkannt.

Im Jahr 1923 bis zur Auflösung in der Zeit des dritten Reiches diente die „Fischerei“ der T.V. Coburgia als Konstante.

Epoche von 1933 – 1950

Über einen Zeitraum von 17 Jahren erlebte die Technische Vereinigung ihren zweiten und heftigsten Rückschlag. Nach 1933 wurden Verbindungen von den damaligen Machthabern als unerwünschte Vereinigungen betrachtet, mit der Folge der Auflösung des AH-Verbandes im Jahre 1936.

Auch diese zwangsweise Auflösung konnte jedoch die untereinander gepflegten Kontakte und Freundschaften mit ihren damit verbundenen Leitbildern, Idealen und Werten nicht auslöschen.
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Epoche von 1951 – 1974

Am 23. Juni 1951 schlossen sich Vertreter von 28 Korporationen zusammen und gründeten den „Bund Deutscher Ingenieur Corporationen“ (BDIC) mit Sitz in Ehrenbreitstein.

Im Jahre 1952 erfolgte die Wiederaufnahme des Verbindungslebens im Verband Alter Herren mit 45 Aktiven.

Am 17. Mai 1952 stieg die erste Kneipe in der „Cortendorfer Bierstube“.

1952 stellte die T.V. Coburgia den Antrag um Aufnahme in den BDIC als dritte Corporation der Höheren Technischen Lehranstalten Bayerns.

1955 und 1965 wurden in unvergessener Art das 50. und 60. Stiftungsfest mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und der Dozentenschaft gebührend gefeiert; als Ausdruck einer neu entstandenen corporativen Aufbruchstimmung.
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Unsere Aktivitas zählte in dieser Blütezeit über 50 Burschen und Füchse. Bis zu 14 befreundete Gastkorporationen konnten zu den Stiftungsfesten begrüßt werden.

1958 löste das Staatliche Polytechnikum die alte ehrwürdige Staatsbauschule in der Steingasse ab. Die Anzahl der Studierenden wuchs ständig.

Epoche von 1975 – 2000

Der Beginn dieses Zeitraumes kann als zweite Blütezeit des Verbindungslebens der T.V. Coburgia bezeichnet werden.

Ein Ausdruck neu gewonnener Stärke war eine sehr erfolgreiche Keilarbeit mit einer herausragenden Anzahl von 14 getauften Füchsen im WS 1976/77 und 10 Füchsen im WS 1979/80.
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Das im Juli des Jahres 1975 von der Stadt Coburg angemietete Anwesen Adamiberg 8 – unser erstes Coburgenhaus – war sicherlich eine der Ursachen hierfür und als herausragendes Ereignis noch vielen in Erinnerung.

Nach einer Vielzahl von ehrenamtlich geleisteten Stunden am sanierungsbedürftigen Lütkemeyer-Haus und nicht unerheblichen Investitionen, meist aus Spenden finanziert, konnte die T.V. Coburgia als erste Corporation in Coburg ein eigenes Heim vorweisen.

Im Rahmen des Wettbewerbs zur Verschönerung und Erhaltung des Stadtbildes Coburgs erhielt unser Bund eine Wettbewerbsauszeichnung.

In den Jahren 1980, 1985, 1990 und 1995 feierte man mit einer großen Aktivitas im Kongresshaus der Stadt Coburg in gebührender Weise, zusammen mit bis zu 11 befreundeten Verbindungen und anspruchsvollen Darbietungen, beeindruckende Stiftungsfeste.Bild-6-300x198

1996 erfolgte die Gründung des Vereins für Studenten-wohnheime und Studentenwohnungen Technische Vereinigung Coburgia zu Coburg e.V.

Im Jahre 1997 wurde der Austritt aus dem Korporationsverband an Deutschen Hochschulen – BDIC – beschlossen.

Epoche ab 2000

Seit April 2002 ist die T.V. Coburgia im Internet präsent

unter: www.coburgia.de. Das Coburgenhaus präsentiert sich unter www.studentenwohnung-coburg.de.

Bei einem außerordentlichen Bundeskonvent am 03. Oktober 2003 wurde der weitsichtige Beschluss gefasst, das Anwesen Adamistraße 7 a als künftiges Coburgenhaus von unserem Bundesbruder Graßinger anzumieten. In dem Gebäude entstanden neun Studentenappartements sowie ein neuer Kneipsaal.
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Der Mietvertrag mit der Stadt Coburg für das bisherige Coburgenhaus endete zum 31.08.2005. Die Weitervermietung an die Coburger Schülerverbindung Ernesto-Albertina konnte vermittelt werden.

Vom 22. – 24. April 2005 wurde das 100. Stiftungsfest der Technischen Vereinigung Coburgia zu Coburg gebührend gefeiert. Landesvater und Bundeskonvent fanden im neuen Coburgenhaus statt, der Festkommers im Stadtschloss Lichtenfels. Die T.V. Coburgia zeigt wieder Präsenz!

Beim Bundeskonvent am 29. April 2006, anlässlich des 101. Stiftungsfestes, wurde ein weiterer, wegweisender Beschluss gefasst: Die T.V. Coburgia öffnet sich für Damen! Die entsprechenden Satzungsänderungen wurden vollzogen.

Die Neuausrichtung unseres Bundes durch den Erwerb eines neuen Coburgenhauses und die Aufnahme von Damen in die Corporation hat in Verbindung mit der unermüdlichen Einsatzbereitschaft der Vorstandschaft, insbesondere bei der Keilarbeit, dazu geführt, dass es bei der T.V. Coburgia am 105. Stiftungsfest im Jahre 2010 wieder eine ansehnliche Aktivitas gibt.
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Treu dem Motto `Der Tradition verbunden, der Zukunft verpflichtet`, können wir wieder optimistisch rufen:

Vivat, crescat, floreat Technische Vereinigung Coburgia, in aeternum!